Wir und unsere Umwelt


Be nice! Wir leben Klimaschutz

Be nice! Dieses Credo bestimmt unser ganzes unternehmerisches Handeln. Umwelt- und Klimaschutz spielen dabei eine wesentliche Rolle, denn wir versuchen verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Wir wollen als Unternehmen die Zukunft aktiv mitgestalten und eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben.

Ein wichtiger Indikator einer ökologischen Wirtschaftsweise sind die Emissionen, die wir verursachen. Seit 2018 arbeiten wir klimaneutral und sind stolz darauf, dieses Ziel erreicht zu haben. Natürlich arbeiten wir daran, uns laufend weiter zu verbessern und weitere Maßnahmen zu setzen.

Vorbildwirkung bei Berechnung und Kompensation

Ökologisch sinnvolles und klimafreundliches Wirtschaften liegt uns wirklich am Herzen. Aus dem Grund möchten wir mit gutem Beispiel voran gehen und auch wirklich alle Emissionen erfassen, die wir verursachen und wo es für uns möglich ist, Daten zu erheben. Dies umfasst alle direkt (Firmengebäude, Firmenfahrzeuge) und soweit wie möglich auch alle indirekt verursachten Emissionen (z. B. Anfahrtswege der Mitarbeiter*innen, Dienstreisen, Abfälle, etc.).

Carbon Footprint 2020

Im Jahr 2020 betrug der Carbon Footprint der niceshops Firmengruppe 1005 t CO2-Äquivalent (berechnet nach Greenhouse Gas Protocol). Die erfassten Emissionen werden dabei in drei Bereiche (Scopes) gegliedert:

Erklärung Scopes 1-3

Auf Scope 1 entfallen 2020 rund 30 % der von uns verursachten Emissionen, rund 10 % entfallen auf Scope 2 und die restlichen 60 % fallen im Bereich von Scope 3 an.

niceshops prozentuelle Verteilung auf die Scopes 2020

Die 1005 t CO2-Äquivalent sind in etwa so viel Treibhausgase, wie 113 Personen, die in Österreich leben, im gleichen Zeitraum verursachen. Die Pro-Kopf-Emissionen in Österreich betragen jährlich durchschnittlich 8,9 t CO2-Äquivalent.

Was uns besonders freut, ist die Tatsache, dass wir den Treibhausgasausstoß vom Umsatzwachstum abkoppeln konnten. Im Jahr 2019 hatten wir bei einem Umsatz von 55,5 Millionen Euro einen Treibhausgasausstoß von 852 t CO2-Äquivalent, also 15,35 tCO2 pro Million Umsatz. Im Jahr 2020 lag der Umsatz bei 101 Millionen Euro, was bei einem Ausstoß von 1005 t CO2-Äquivalent rund 10 tCO2/Million Umsatz entspricht. Der Treibhausgasausstoß pro Million Umsatz hat sich also um gut ein Drittel verringert.

niceshops Emissionen Vergleich 2019 & 2020

Unsere 3 Säulen für die Klimaneutralität

Unsere Klimastrategie basiert auf den drei Säulen Vermeiden, Vermindern und Kompensieren.

So lassen wir Treibhausgase am besten gar nicht erst entstehen. Wo sich Emissionen nicht vermeiden lassen, suchen wir nach Möglichkeiten, diese einzudämmen. Was wir gar nicht vermeiden können, das kompensieren wir über sinnvolle Projekte.

Bisherige Erfolge unserer Maßnahmen

Obwohl der Umsatz der niceshops-Gruppe sich im Jahr 2020 fast verdoppelt und das Paketvolumen sich vervielfacht hat, konnten wir beim Einsatz von Verpackungsmaterialien große Erfolge erzielen. So verringerte sich die Nutzung von Plastikfolie um mehr als 62 % (verglichen mit dem Jahr 2019). Aktuell werden für alle Pakete – bis auf ganz wenige Ausnahmen – umweltfreundliche, kompostierbare, plastikfreie Versandmaterialien eingesetzt. Nur in wenigen Fällen, wie bei Sperrgut und Palettenversand, fehlt noch die Alternative zu recycelbarer Plastikfolie.

Zudem können die innovativen Pakete von niceshops durch ein besonderes Patent für Versand und Retouren ganz ohne Klebeband wiederverwendet werden – eine Lösung, die mit dem österreichischen Staatspreis der Verpackungsindustrie ausgezeichnet wurde.

Unsere weiteren Klimaschutzmaßnahmen umfassen:

  • wir nutzen zu 100 % Ökostrom
  • eine E-Auto Flotte, die laufend erweitert wird, spart CO2 ein
  • die Errichtung des größten E-Auto-Ladeparks Österreichs am Hauptstandort in Saaz
  • Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel und Organisation von Fahrgemeinschaften
  • Installation einer Photovoltaikanlage am Hallendach, die 2020 durchschnittliche 30 % des Eigenbedarfs an Energie am Hauptstandort in Saaz gedeckt hat und grünen Strom in der Höhe von 11,4 t CO2-Äquivalent produziert hat, der ins Netz gespeist wurde
  • nachhaltige Bauweise der Firmengebäude mit hoher Energieeffizienz und viel Holz
  • Heizung und Kühlung durch die Abwärme der benachbarten Biogasanlage
  • gewissenhaftes Recycling von Abfällen und Wertstoffen
  • regionales und weitgehend biologisches Essen in der Kantine
  • Gründung des Arbeitskreises für ökosoziale Verantwortung und der Mobi-Taskforce, die an Möglichkeiten arbeitet, die Arbeitswege der Mitarbeiter*innen klimafreundlicher zu gestalten (z. B. durch Fahrgemeinschaften, geförderte E-Bikes ...)

Kompensation mit Helioz

Die Emissionen, die sich bei uns nicht vermeiden lassen, nehmen wir zum Anlass, andere ökosoziale Projekte zu unterstützen, die wir für sinnvoll erachten und die langfristig einen maßgeblichen Beitrag zur weltweiten Emissionsreduktion leisten. Dieses Jahr ist es uns eine besondere Freude das Projekt von Helioz in Bangladesch zu unterstützen.

In vielen Gebieten Bangladeschs ist Oberflächenwasser die Hauptwasserquelle (neben Regenwasser). Weil dieses oft kontaminiert ist, muss es erst abgekocht werden, was Feuerholz benötigt und mehrere negative Auswirkungen hat:

  • es wird CO2 beim Abkochen ausgestoßen
  • der Wald wird mehr und mehr abgeholzt
  • vor allem Frauen müssen viel Zeit für das Sammeln von Feuerholz aufwenden
  • viele Menschen, vor allem Kinder, haben Probleme mit den Atemwegen aufgrund des ständigen Rauchs in den Häusern

Helioz hat deshalb mit WADI ein kostengünstiges, solarbetriebenes Gerät entwickelt, mit dem verunreinigtes Trinkwasser durch Sonnenlicht sicher sterilisiert werden kann.

Bild Wadi

Dank Wadi können durch Wasser übertragene Krankheiten wie Cholera oder Polio vermieden werden. Darüber hinaus leistet Helioz mit dem Projekt in Bangladesch und anderen Ländern einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN.

Für die Zukunft haben wir natürlich weitere Aktivitäten zum Schutz unseres Klimas geplant.